Highlights / Kunst & Kultur
Die Unheimlichen
Schauriges und grusliges
Literaturadaptionen mit Gruselfaktor. Neue Graphic Novel-Reihe. Isabel Kreitz, Nicolas Mahler und Lukas Jüliger präsentieren ihre Werke. Die Hamburger Comiczeichnerin Isabel Kreitz nimmt sich als Herausgeberin unterschiedlichste Werke der (Grusel-)Literatur vor und lässt sie von den besten ZeichnerInnen im deutschsprachigen Raum als kleine, feine Graphic Novels umsetzen. Den Auftakt der Reihe machen Nicolas Mahler mit einer Umsetzung von Elfriede Jelinek, Lukas Jüliger mit einer Adaption von Edgar Allan Poe und Isabel Kreitz mit einer Geschichte von Sarah Khan. ine Veranstaltung in Kooperation mit der Thalia Buchhandlung, dem Carlsen Verlag und dem Pfefferberg Theater. Präsentiert  von radioeins und tip. mehr

 

Die Unheimlichen: DER FREMDE! störenfried der ruhe eines sommerabends der ruhe eines friedhofs von Isabel Kreitz (Hrsg.), Nicolas Mahler, Elfriede Jelinek
Literatur trifft auf Zeichnung und Zombie auf Humor. Nicht jeder denkt bei der österreichischen Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek an Vampire. In dieser frühen Geschichte ist ihr mysteriöser Fremder, der in einem österreischen Provinzkaff auftaucht, tatsächlich einer. Da ist ihr Landsmann Nicolas Mahler ganz in seinem Element. Genussvoll zeichnet er den grantelnden Caféhauszombie und zitiert dabei mit leichtem Strich klassische Horrorfilme. Entstanden ist ein schön schauriges und herzzerreißend komisches Kleinod.


Die Unheimlichen: Den Nachfolgern im Nachtleben von Isabel Kreitz (Hrsg.), Sarah Khan
Schauriges Nachtleben in Berlin. Die Gruselgeschichten der jungen deutschen Schriftstellerin Sarah Khan spielen im heutigen Berlin. Wenn in ihrer Kurzgeschichte „Den Nachfolgern im Nachtleben“ die Berliner Schickeria einen verstorbenen Partylöwen ausgräbt und zu neuem Leben erweckt, um herauszufinden, ob das Nachtleben der Achtzigerjahre vielleicht besser war, dann zeigt Isabel Kreitz mit ihren Bildern erst wie schaurig diese Idee ist.


Die Unheimlichen: Berenice von Isabel Kreitz (Hrsg.), Lukas Jüliger, Edgar Allan Poe
Wenn Verehrung zu weit geht. In Poes „Berenice“ geht es um unerfüllte Liebe und die Frage, wohin es führen kann, wenn der ungeliebte Part die Kontrolle über sich selbst verliert. Sein Held besitzt schließlich ein Schächtelchen mit den perlweißen Zähnen der Angebeteten und erinnert sich nicht, wie er dazu gekommen ist. Dass Lukas Jüliger den Leser ist das Reich der Otaku entführt, ist ebenso überraschend wie schlüssig, denn in dieser japanischen Fankultur ist Fetischismus selbstverständlich, aber Kontrollverlust unvorstellbar.
 


Ort: PfefferbergTheater, Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin
Zeit: 13. Juni, 20.00 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr

weitere Informationen





























Cover, Carlsen Verlag
© Cover, Carlsen Verlag
DER FREMDE! störenfried der ruhe eines sommerabends der ruhe eines friedhofs
© Cover, Carlsen Verlag
Den Nachfolgern im Nachtleben
© Cover, Carlsen Verlag
Berenice
© Cover, Carlsen Verlag

    Impressum